Mitteilung 16

 

Zur 1. Frankreich-Woche in Dresden veranstaltet die Galerie am Alaunplatz eine Lesung und Ausstellung von Martine Dallennes. Frankreich und Deutschland, als Lebens- und Sprachräume, der intellektuelle Diskurs und die emotionale Äußerung sowie verschiedene Ausdrucksmedien, von der Schrift bis zum Bild, sind die Welten der in Lille ausgebildeten Bildhauerin, zwischen denen sie sich fließend bewegt. Die Druckerfarbe, ihr einziges Medium, rollt sie auf ihre Flächen wortwörtlich ins Grenzenlose aus.

Sie denkt und drückt sich aus auf Deutsch und Französisch, in Wörter und Worte, in Schrift, die zugleich ein Bild ist. Worte werden nicht selten hinfällig, sie mutieren zu bedeutungslosen Hüllen oder sie kommen zu kurz. „Wenn man wortlos geworden ist, wenn das Echo der Worte ausgeklungen ist, steht das Bild allein da. Spätestens dann wird eine Erklärung erwartet, also wieder Worte, und es fängt von vorne an“, schreibt sie (2003).

Bereits vor zwei Jahren hatte Dallennes ihre Textualität nach der Schrift in Dresden vorgestellt – eine Textualität, die sich zwischen dem Text und der Textur bewegt. In ihrer aktuellen Installation setzt sie räumliche Akzente auf ihrer Ausdrucksfläche, so dass die symmetrischen Schranken des quadratischen Ausstellungsraumes dem Auge des Betrachters entgleiten.

 

 

Niteen Gupte, Dresden, 29.09.2003

 

 

 

 

 

 

Martine Dallennes

Zwischen Welten: Frankreich-Deutschland, Malerei-Poesie

 

15. Oktober 2003 – 14. November 2003

tägl. 24 Std., nähere Betrachtung n. V.

 

14. Oktober 2003, 2000

Eröffnung der Ausstellung

 

14. Oktober 2003, 2100

Martine Dallennes liest aus eigenen Arbeiten (Deutsch-Französisch) vor

 

Sonderprogramm anlässlich der 1. Frankreich-Woche in Dresden

in Zusammenarb. m. institut français de dresde und Robert Bosch Stiftung, Stuttgart

 

Zur Ausstellung